Bild des Monats Mai


D Chue am Waldesrand oder für ds Horn Jets no glängt

Mai 2026, 
Acryl/Tusche auf Leinwand, 20 x 50 cm

Är isch mit sire Schtaffelei am Sunntig über Land

Und het es Sujet gsuecht, won är chönnt male

Da trifft sy Künschtlerblick uf’ene Chue am Waldesrand

Är gseht, das git es Meischterwärch, nid’s zahle


Er schtellt sech nuf u malt zersch links der Wald im Hintergrund

E Hügel rächts, chli Himmel no derzue

Druf macht’er vorne z’Gras mit vielne Blueme drinn und chunnt

Am Schluss zur Houptsach, nämlich zu dr Chue


Är misch uf syre Palette zarti Brun, mit gschickter Hand

Und dunkt der Pinsel dry, und setzt’nen a

Doch won er jetz e letschte Blick wirft uf sy Gägeschtand

Isch plötzlich – o herrje – d’Chue nümme da


Das uferschandte Tier isch usegloffe us sim Bild

Kei Mönsch weis, was vo dert ihn’s het vertriebe

Sy isch nümm zrugg cho, ou won’är grüeft und gwunke het wie wild

E wisse Fläck isch uf der Linwand blibe


No lang, a sälbem Sunntig, het är gwartet a der Schtell

Het gwartet vor sir Schtaffelei, dass da

Es bruchti nid die glychi d’sy, e Chue derthäre well

Wo ihn no würd sys Bild vollände la


Doch d’Wält isch so perfid, dass sy sech sälte oder nie

Nach Bilder, wo’mer vore gmacht hei richtet

So hei ou uf der Matte die nanousehafte Chüe

Dä Asatz zum’ne Meischterwärch vernichtet